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Kommentare zu Elektronik für Anfänger



Kommentar von Dr.-Ing. Uwe Beyer, 09.01.2019:

Ihre Elektronik-Seiten finde ich toll (anschaulich, leicht verständlich, mit sehr viel Liebe erstellt).
Ich habe nur einen kleinen Verbesserungsvorschlag zu Ihren Schaltbildern mit der Graetzschaltung im Kapitel "Die LED für Wechselstrom umbauen":
In elektrischen Schaltungen ist der Stromfluss immer vom Pluspotential zum Minuspotential definiert (entgegengesetzt zur Elektronenflussrichtung, die ja eine negative Ladung tragen). Das bedeutet letztlich, dass die Pfeile der roten Stromlinien in den genannten Diagrammen in die umgekehrte Richtung zeigen müssen.
Die Strompfade an sich haben Sie richtig eingezeichnet. Nur gehören die Pfeile jeweils ans andere Ende der roten Linien.
Hinweis: Der Pfeil (das Dreieck) im Schaltbild einer Diode zeigt die Richtung des Stromflusses in Durchlassrichtung an.


Antwort:
Das ist alles vollkommen richtig. Ich frage mich nur, warum die elektrische Stromrichtung so andersherum ist wie der wirkliche Stromfluss der Elektronen. Als Chemiker bin ich es gewohnt, die Elektronenflussrichtung im Kopf zu haben.
Wenn ich mal wieder in Pisa bin, gehe ich mal in die Originaldokumente von Alessandro Volta und schaue mir an, ob der vielleicht der Verursacher dieses Chaos sein könnte. 1827 gab es noch keine Elektronen, daher könnte der das Plus und Minus vertauscht haben ("Rot ist schwarz und Plus ist Minus").
gsc

Kommentar von Nils Bauer, 26.04.2018:

Kom: Hallo. Ich muss in der schule einen Bewegungsmelder also Transistor Schaltung bauen. Ich finde aber keine Schaltung die ich nachbauen könnte. Könntet ihr mal so eine Schaltung veröffentlichen? Eure Schaltungen sind nämlich immer sehr hilfreich.

Antwort:
Wer hat sich denn diese Aufgabe ausgedacht? Kann nur jemand gewesen sein, der nicht so arg viel Elektronikpraxis-Erfahrung hat. Oder er traut Dir mehr zu als einem ausgefuchsten Halbprofi, weil mit ein paar Transistoren ist in diesem Fall nichts zu machen. Im ersten Fall handelt es sich um eine fatale Unterschätzung des zu treffenden Aufwands oder schlicht Dummheit. Im zweiten Fall handelt es sich um leichtfertige Verführung zum absehbaren Scheitern.

Um Bewegungen von Objekten zu erkennen, braucht man ein Radarsystem: ein ausgestrahltes Signal wird vom Objekt reflektiert. Die reflektierten Signale werden empfangen, verstärkt und Änderungen ausgewertet. Drei Signalarten können verwendet werden: Die Aufgabe mit Infrarot zu lösen gibt es zwei grundsätzliche Ansätze:
  1. Ein fertiges Modul (z. B. PIR 13 von ELV) kaufen, Stromversorgung anschließen, LED anschließen und fertig.
  2. Einen eigenen Infrarot-Sender und -Empfänger basteln, austesten und in Betrieb nehmen.
Methode 1 macht Dich dümmer als Du jetzt bist, weil Du Null darüber lernst, wie die Modulmacher das eigentlich machen. Und eine Schule, die Menschen dümmer macht als sie sind, braucht kein Mensch.

Also kommt nur Methode 2 in Betracht. Aber das ist keine einfache Aufgabe, weil es fertige ICs, die machen, was Du willst, nicht zu kaufen gibt.

Um Dir zu zeigen, was dazu alles nötig wäre, habe ich mal einiges unter dieser Seite zusammengestellt. Das ist zwar nicht alles fertig erprobt, aber mindestens dazu geeignet, Deinem Lehrer zu zeigen, dass die Aufgabe etwas knifflig ist.

Viel Erfolg.
gsc

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